Länder & Kulturen


Man reist nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.

Johann Wolfgang von Goethe


In der vollkommenen Stille hört man die ganze Welt.

Kurt Tucholsky


«... und damit sich selbst.» Würde ich dem ergänzend hinzufügen. Das erklärt wohl meine Vorliebe für einsame und ruhige Gegenden, die ich dem grossstädtischen Treiben vorziehe.

Stillsitzen konnte ich nie gut und kann es heute noch nicht. Das ist eine gute Antriebsfeder, immer wieder Neues entdecken zu wollen. Dabei muss es nicht nur die unbekannte Kultur auf der anderen Seite des Planeten sein die reizvoll ist, es kann durchaus auch Naheliegendes die Neugier wecken. Nur allzu leicht lassen wir uns mit den heutigen Möglichkeiten von exotischen Eindrücken umgarnen und strafen die vielen kleinen Schönheiten vor unserer Haustür mit Nichtbeachtung.

Auch und vor allem dank der Fotografie lernte ich das «eigentlich bekannte Unbekannte», über das wir täglich fast stolpern, mit offeneren Augen zu sehen und zu schätzen. Beim Fotografieren gerät man aber leicht ins Fahrwasser, alles nur noch durch den beschränkenden Rahmen des Suchers zu sehen. Auch im übertragenenen Sinn sollten wir uns davor hüten, die Welt und uns Unbekanntes durch einen zu engen Rahmen zu betrachten.


Römischer Steinbruch am Mons Claudianus in der östlichen ägyptischen Wüste,
Blick nach Westen auf den Lagerbereich (1983)

Uns Bekanntes anders betrachten und Unbekanntes mit offenen Sinnen wahr- und aufnehmen, erweitert den Horizont und nimmt uns die Angst vor dem Unbekannten. Uns Schweizern in unseren engen Grenzen schadet deshalb ein Blick über den Zaun bestimmt nicht.

Andere Lšnder und Kulturen erleben und erfahren kann zur Reise zu sich selbst werden und einen das eigene Zuhause finden lassen – wo immer das auch sein mag – inklusive das ganz persönliche Gärtlein, natürlich ohne Zaun drum herum.


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